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Christian Lukas
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Die Bewährung

Die Begriffe der Haftstrafe und der Bewährung werden oft nicht klar getrennt. So hört man oft, jemand sei zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dies ist allerdings so nichtt ganz korrekt.

Hat jemand eine Straftat verübt, wird er unter Umständen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Beträgt die Länge der ausgeurteilten Freiheitsstrafe nicht mehr als 2 Jahre, kann die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt werden, d.h. der Verurteilte muss die Strafe zunächst nicht antreten. Die Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung ist in Deutschland in § 56 StGB geregelt.

Es erfolgt also ein Schuldspruch, z.B. wird der Angeklagte wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten verurteilt. Anschließend erstellt das Gericht eine Prognose, ob davon auszugehen ist, dass der Täter auch ohne den Vollzug der Freiheitsstrafe künftig keine Straftaten mehr begehen wird.

Muster eines Urteils

Bei Vorliegen dieser "positiven Sozialprognose" wird die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt, d.h. der Betroffene bleibt auf freiem Fuß.

Die Bewährungszeit (§ 56a StGB) liegt zwischen zwei und fünf Jahren. Für diese Zeit kann dem Verurteilten ein Bewährungshelfer bestellt werden.

Regelmäßig werden auch Auflagen und Weisungen erteilt, beispielsweise die Meldung jedes Wohnsitzwechsels, die Verpflichtung zur Schadenswiedergutmachung, das Ableisten unentgeltlicher Arbeitsstunden zu gemeinnützigen Zwecke oder Zahlungen an die Landeskasse.

Muster eines Bewährungsbeschlusses

Verstößt der Betroffene gegen diese Weisungen oder begeht gar weitere Straftaten, so kann die Bewährung wiederrufen werden und der Verurteilte muss die Freiheitsstrafe -im Beispiel 1 Jahr und 9 Monate- verbüßen. Hat er weitere Straftaten begangen, so werden diese mit einem weiteren Urteil geahndet, d.h. die Freiheitsstrafe verlängert sich sehr wahrscheinlich!

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